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Rückblick:
14. Architektur-Biennale Venedig

Welche Botschaften vermittelte die diesjährige Architektur-Biennale in Venedig und im speziellen der deutsche Pavillon?

„Absorbing Modernity 1914-2014“ lautete das Thema der 14. Architektur-Biennale in Venedig, das der diesjährige Biennale-Chef, der international renommierte niederländische Architekt Rem Koolhaas allen Länderpavillons verordnet hatte. Viele Biennale-Besucher fragten sich, ob die deutsche Übersetzung wohl die „absorbierende, nationale Eigenheiten verschluckende Moderne“ oder „die absorbierende Moderne, die ihrerseits aufgesaugt wird“ lauten würde.
Ist es 2014 noch legitim, nationale Perspektiven zu eröffnen? Die meisten Kuratoren verneinten das und waren der Auffassung, dass es keine länderspezifische Architektur mehr gäbe. Der Kunsthistoriker Beat Wyss hingegen bezeichnete die Einstellung, dass jede Nationalitätenfrage „überholt, reaktionär und überflüssig“ sei, als naiv. Spätestens seit der Ukrainekrise sei diese gemütliche Gewissheit erschüttert. Es sei also eine gute Idee, sich gerade jetzt mit Geschichte und Funktion der nationalen Pavillons auseinanderzusetzen.
Die beiden Generalkommissare des deutschen Pavillons, Alex Lehnerer und Savaas Ciriacidis haben das Thema von Koolhaas ernst genommen und im „Bungalow Germania“ zwei gegensätzliche architektonische Haltungen und zwei Konzepte staatlicher Repräsentation aufeinanderstoßen lassen: Dem vielgeschmähten, von den Nazis pathetisch überformten deutschen Pavillon haben sie eine 1:1 Teilnachbildung des Bonner Kanzlerbungalows implantiert. Einerseits bewundert als einer der besten Länderpavillons, den es seit Jahren in den Giardini gab, andererseits kritisiert als Show, die keine Fragen stellt.
Mit den Generalkommissaren des deutschen Pavillons 2014 - Professor Alex Lehnerer und Savvas Ciriacidis, mit dem Generalkommissar des deutschen Pavillons 2012 - Professor Muck Petzet und mit dem renommierten Architekten und Biennale Kenner - Professor Klaus Kada sind wir der Frage nachgegangen:

Welche Botschaften vermittelte die weltweit bedeutendste Architekturausstellung 2014 und im Speziellen der deutsche Pavillon?
Foto: David von Becker

Savaas Ciriacidis und
Prof. Alex Lehnerer

Die Generalkommissare des deutschen Pavillons der 14. Internationalen Architektur-Biennale in Venedig unterrichten am Departement Architektur der ETH Zürich und führen dort gemeinsam das Architekturbüro CIRIACIDISLEHNERER.
In praktischer und akademischer Arbeit versuchen sie Architektur als kulturelle Praxis zu begreifen. Ihre theoretische und praktische Arbeit ist international publiziert und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.
©Carl Brunn

Univ. Prof. DI Arch. Klaus Kada

1976 gründete Prof. Kada sein Architekturbüro in Leibnitz, eine Dependance in Graz folgte 1988. Seit 1996 besteht das Architekturbüro Klaus Kada+Gerhard Wittfeld in Aachen (aktueller Name: Kadawittfeldarchitektur). 1992 wurde Kada Präsident von Europan Österreich. Von 1995 bis 2006 war er Universitätsprofessor an der Fakultät für Architektur an der RWTH Aachen. Der Bund Deutscher Architekten verlieh Kada 1996 die Ehrenmitgliedschaft. Er hatte Gastprofessuren an der Hochschule für Künste Bremen und der TU München.
Foto: Gerhardt Kellermann

Prof. Muck Petzet

Bei dem Generalkommissar des deutschen Pavillons der 13. Architektur-Biennale in Venedig 2012 bilden der Umbau und die Modernisierung von Gebäuden der Nachkriegsmoderne einen Schwerpunkt. Er gewann zahlreiche nationale und internationale Preise. In 2004/2005 übernahm er einen Lehrauftrag für Entwurf an der Hochschule Liechtenstein, Vaduz. Seit Sept. 2014 hat er eine Professur für Sustainable Design in Mendrisio, Schweiz
Folgend ersehen Sie Interviews mit den oben benannten Herren sowie eine Zusammenfassung der Dialogrunde, die Ende 2014 im GROHE Headquarter in Düsseldorf stattfand.

Download Broschüre (PDF)

Mit dem Titel „Fundamentals“ startet am 7. Juni 2014 unter der Leitung des niederländischen Architekten Rem Koolhaas die 14. Architektur-Biennale in Venedig. Bis zum 23. November ist die Lagunenstadt dann wieder Treffpunkt für die internationale Architekturszene. Ebenfalls bei der weltweit größten und bedeutendsten Architekturausstellung vor Ort: GROHE. Das Unternehmen präsentiert sich sowohl als Partner des Deutschen Pavillons als auch bei einer Ausstellung des Deutschen Werkbundes im Palazzo Ca‘Tron.
Mit dem Titel „Fundamentals“ startete am 7. Juni 2014 unter der Leitung des niederländischen Architekten Rem Koolhaas die 14. Architektur-Biennale in Venedig. Bis zum 23. November war die Lagunenstadt wieder Treffpunkt für die internationale Architekturszene. Ebenfalls bei der weltweit größten und bedeutendsten Architekturausstellung vor Ort: GROHE. Das Unternehmen präsentierte sich sowohl als Partner des Deutschen Pavillons als auch bei einer Ausstellung des Deutschen Werkbundes im Palazzo Ca‘Tron.